Zu dem im Thieme-Verlag erschienenen Buchband „Zahn-Mund-Kiefer-Heilkunde“
gesellt sich nun die von Reitemeier, Schwarzer und Ehrenfeld herausgegebene
„Einführung in die Zahnmedizin“.
Im Vorwort wird dem Studenten der Vorklinik und Klinik ein Überblick
über das gesamte Feld der Zahnheilkunde versprochen.
Das Buch beinhaltet durch zahlreiche Abbildungen und Tabellen illustrierte
Beiträge von schier unzähligen Autoren, die versuchen
dem Studierenden einen Einblick in das aktuelle Wissen der Zahnmedizin
zu geben.
Von Allgemeinen Grundlagen bis Zahnersatz werden die wichtigsten
Themen der Materie behandelt. Darüber hinaus werden auch Aspekte
wie beispielsweise ergonomisches Arbeiten und Alterszahnmedizin
im Speziellen angesprochen.
Die für den Vorkliniker relevanten Themen wie Entwicklung,
Anatomie, Physiologie, Pathologie und Therapie des stomatognathen
Systems sowie zahntechnische Grundlagen werden in den Kapiteln 3
bis 6 („orofaziales System“, „Grundlagen zahnärztlicher
Tätigkeit“, „Alterszahnmedizin“, „Zahnersatz“)
beschrieben. Der zu vermittelnde Stoff wird verständlich erklärt
und modern illustriert, jedoch lassen die Gliederung und der Aufbau
der einzelnen Kapitel im Vergleich zum „Standardwerk“
von Lehmann und Hellwig eine klare Struktur bezüglich dem hiesigen
Curriculum vermissen. So wird dem Lernenden durch unnütz wirkende
Einschübe, wie beispielsweise einem Beitrag zu „Public
Health“, das flüssige Arbeiten erschwert.
Mal im Ernst: wen interessieren schon im Hinblick auf das nächste
scheinrelevante Testat gemeindebezogene Maßnahmen, die das
psychische und physische Wohlbefinden der Bevölkerung fördern?!
Das soll nicht heißen, dass derlei Aspekte uninteressant sind.
Es erscheint jedoch fraglich, ob durchaus sinnvolle Themen wie die
ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes, die Interaktion und
Kommunikation mit Personal und Patienten und die Gefahren des Berufsbildes
sowie deren Vermeidung in einer „Einführung in die Zahnmedizin“
behandelt werden sollten.
Fazit: Als ergänzende Lektüre empfehlenswert, allerdings
nicht gerade das „must have“ für den Studenten
der Zahnheilkunde.
ZOELLNER, E (FSZMTUE)
; rating: ***
<
ZURÜCK